Verwechslung nach Porsche-Unfall: Kein seltener Ruf CTR 'Yellowbird' zerstört
Elias FrankeVerwechslung nach Porsche-Unfall: Kein seltener Ruf CTR 'Yellowbird' zerstört
Schwerer Unfall mit modifiziertem Porsche 911 – zunächst für seltenen Ruf CTR 'Yellowbird' gehalten
Bei einem Hochgeschwindigkeitsunfall mit einem modifizierten Porsche 911 kam es zunächst zu einer Verwechslung mit dem seltenen Ruf CTR 'Yellowbird'. Das Unglück ereignete sich auf einer nassen, kalten Straße, als der Fahrer bei einem Überholmanöver die Kontrolle verlor. Beide Insassen erlitten leichte Verletzungen und wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Der Vorfall passierte, als ein 64-jähriger Fahrer versuchte, ein anderes Fahrzeug zu überholen. Das Auto kam von der Straße ab, prallte gegen einen Baum, wurde in einen Entwässerungsgraben geschleudert und überschlug sich mehrmals auf einem angrenzenden Feld.
Erste Berichte identifizierten das zerstörte Fahrzeug fälschlicherweise als einen Ruf CTR 'Yellowbird' – von dem nur 29 Exemplare je gebaut wurden. Später bestätigten Ermittler jedoch, dass es sich um einen modifizierten Porsche 911 handelte und nicht um den legendären Sportwagen der 1980er-Jahre. Diese Klarstellung verringerte die geschätzten Schadenskosten deutlich, da originale 'Yellowbirds' heute bei Auktionen für Millionen gehandelt werden.
Der Ruf CTR 'Yellowbird' war das erste eigenständig entwickelte Sportauto von Ruf Automobile, basierend auf dem Fahrgestell eines Porsche 911 Carrera 3.2. Das 1987 vorgestellte Modell verfügte über einen 3,4-Liter-Biturboboxermotor mit 469 PS und 553 Newtonmeter Drehmoment. Ursprünglich für etwa 328.000 D-Mark (heute über 340.000 Euro) erhältlich, wechselte 2025 ein Exemplar in den USA für rund 5,04 Millionen Euro den Besitzer.
Fahrer und Beifahrer kamen bei dem Unfall mit leichten Verletzungen davon. Die anfängliche Verwirrung um die Identität des Wagens unterstrich die Seltenheit und den Wert des originalen Ruf CTR 'Yellowbird'. Die Behörden bestätigten, dass über die üblichen Unfallermittlungen hinaus keine weiteren Maßnahmen eingeleitet werden.