Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – 805 Millionen Euro Verlust und 1.500 Stellenstreichungen

Lara Bauer
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Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen US-Unternehmen zeigt, mit Abschnitten für die Erholung und die wirtschaftliche Erholung, weiter unterteilt nach Branchen, und begleitet von beschreibendem Text auf der linken Seite.Lara Bauer

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – 805 Millionen Euro Verlust und 1.500 Stellenstreichungen

Wacker Chemie meldet drastischen Gewinnrückgang für 2025 – Verlust von 805 Millionen Euro

Wacker Chemie verzeichnete für das Jahr 2025 einen deutlichen Gewinnrückgang, wobei die Erträge um 43 Prozent einbrachen. Das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro, verursacht durch sinkende Umsätze, hohe Energiekosten und erhebliche Abschreibungen.

Um die Krise zu bewältigen, hat das Unternehmen das größte Sparprogramm seiner Geschichte gestartet, mit dem Ziel, jährlich über 300 Millionen Euro einzusparen. Im Rahmen der Umstrukturierung sollen mehr als 1.500 Arbeitsplätze abgebaut werden, vor allem in Deutschland.

Die finanziellen Schwierigkeiten des Konzerns wurden durch einen Rückgang des Gesamtumsatzes um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro im Jahr 2025 deutlich. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) sank auf 427 Millionen Euro – ein Rückgang gegenüber 750 Millionen Euro im Vorjahr. Verantwortlich für den Einbruch waren geringere Absatzmengen, gesunkene Preise und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten, verschärft durch anhaltend hohe Energiekosten in Deutschland.

Der Nettoverlust von 805 Millionen Euro ist vor allem auf Sonderbelastungen und Abschreibungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro zurückzuführen. Infolgedessen werden Vorstand und Aufsichtsrat auf der anstehenden Hauptversammlung vorschlagen, für 2025 keine Dividende auszuschütten.

Als Reaktion darauf führte Wacker Chemie im Oktober 2025 die Initiative PACE ein, mit der die jährlichen Kosten um mehr als 300 Millionen Euro gesenkt werden sollen. Der Plan umfasst umfangreiche Stellenstreichungen, wobei weltweit über 1.500 Arbeitsplätze – hauptsächlich in Deutschland – abgebaut werden. Trotz der Herausforderungen konzentriert sich das Unternehmen auf eine langfristige Erholung, indem es Spezialprodukte, Halbleitermaterialien und Biotech-Innovationen priorisiert.

Für 2026 prognostiziert Wacker Chemie ein moderates Wachstum mit einem Umsatzplus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA wird voraussichtlich zwischen 550 Millionen und 700 Millionen Euro liegen. Für das erste Quartal wird ein Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro erwartet, wobei negative Währungseffekte die Performance belasten könnten.

In den vergangenen zwei Jahren hat das Unternehmen seine Position auf dem Polysilizium-Markt gestärkt und seinen globalen Marktanteil auf 25 bis 30 Prozent ausgebaut. Kapazitätserweiterungen in Deutschland und den USA festigten die Führungsrolle, während Konkurrenten wie die Tokuyama Corporation ihre Produktion zurückfuhren und Hemlock Semiconductor mit betrieblichen Problemen kämpfte. Gleichzeitig verlagerte GCL-Poly seinen Fokus auf die Monokristallin-Produktion in China, wo weiterhin ein Überangebot herrscht.

Die Ergebnisse für 2025 unterstreichen ein schwieriges Jahr mit sinkenden Umsätzen, hohen Kosten und deutlichen Verlusten. Die Sparmaßnahmen und die strategische Ausrichtung auf Spezialmärkte sollen die Finanzen stabilisieren und die Profitabilität wiederherstellen.

Die Prognose für 2026 fällt vorsichtig optimistisch aus: Es wird ein schrittweises Umsatzwachstum erwartet. Dennoch bleiben Faktoren wie Währungsschwankungen und der Wettbewerb entscheidend für die Erholung des Unternehmens.

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