07 May 2026, 16:01

Weißstörche in Hessen: Nester auf Strommasten gefährden Infrastruktur und Vögel

Eine Gruppe weißer Störche auf einem Dach mit einem Nest im Vordergrund, einem Hügel mit Bäumen im Hintergrund und Himmel darüber.

Weißstörche in Hessen: Nester auf Strommasten gefährden Infrastruktur und Vögel

Weißstörche kehren in wachsender Zahl nach Hessen zurück – doch ihre Nistgewohnheiten sorgen für Probleme. Die Vögel bauen ihre Horste zunehmend auf Strommasten und entlang von Bahnstrecken, was sowohl für die Tierwelt als auch für die Infrastruktur Risiken birgt. Behörden, Energieversorger und Naturschutzverbände arbeiten nun gemeinsam an Lösungen.

In diesem Jahr verzeichnen Landkreise wie Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig einen deutlichen Anstieg an Storchennestern auf Hochspannungsmasten. Die bisweilen mehrere hundert Kilogramm schweren Nester gefährden die Standfestigkeit der Masten, bergen Stromschlaggefahren für die Vögel und können bei Bränden durch brennbares Nistmaterial sogar Stromausfälle auslösen.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, räumen Energieunternehmen Nester ab und bringen während der Brutsaison ballonartige Abschreckungsvorrichtungen an. Zudem werden windbetriebene Geräte getestet, die Störche davon abhalten sollen, Strommasten als Nistplatz zu nutzen, und sie stattdessen zurück zu natürlichen Standorten wie hohen Bäumen lenken.

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Parallel dazu geht die Deutsche Bahn bei ihrer Infrastruktur ähnlich vor. Das Unternehmen setzt auf technische Schutzmaßnahmen in Abstimmung mit Naturschutzbehörden, um zu verhindern, dass Nester den Bahnbetrieb beeinträchtigen. Störche, die sich auf Oberleitungen niederlassen, können Kurzschlüsse und Verspätungen verursachen – was die Bemühungen zusätzlich dringlich macht.

Die Zusammenarbeit von Energieversorgern, Verkehrsbetrieben und Artenschützern zielt darauf ab, sowohl die Storchpopulationen als auch die kritische Infrastruktur zu schützen. Mit Abschreckungsmethoden und Umsiedlungen von Nestern hofft man, die Risiken zu verringern und gleichzeitig den Vögeln ein langfristiges Überleben in der Region zu sichern.

Quelle