Wie ein Pionier und das EEG Deutschlands Solarenergie revolutionierten
Deutschlands Solarenergie-Branche hat sich von bescheidenen Anfängen zu einem globalen Vorreiter entwickelt. Eine Schlüsselrolle in dieser Expansion spielte das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das am 1. April 2000 in Kraft trat. Einer der frühen Pioniere, Gerhard Weiße, installiert seit den späten 1970er-Jahren Solaranlagen und prägte die Anfangszeit der Branche maßgeblich mit.
Gerhard Weiße begann 1979 mit der Solartechnik zu arbeiten. Bereits 1983 gründete er sein erstes Unternehmen, aus dem später 1993 die Solar-Einkaufsgenossenschaft Ostbayern (Soleg) hervorging. Zu seinen frühen Projekten zählte eine 1,1-Kilowatt-Photovoltaikanlage für den Horizont-Biohof in Trostberg, die er 1996 installierte. Die Anlage kostete damals rund 11.000 D-Mark und ist bis heute in Betrieb.
Ebenfalls 1996 gründete Weiße die Solar-Partner Süd GmbH in der Chiemgau-Region. In den frühen 2000er-Jahren waren größere Solaranlagen noch teuer – ein 100-Kilowatt-Modul schlug mit über 400.000 D-Mark zu Buche. Doch das EEG, das 2000 eingeführt wurde, veränderte die Situation grundlegend: Es garantierte feste Vergütungen für eingespeisten Solarstrom und löste damit einen Boom bei der Installation von Solaranlagen in ganz Deutschland aus.
Seither wurde das EEG mehrfach überarbeitet, doch sein Kernprinzip – die Förderung erneuerbarer Energien – blieb bestehen. Das Gesetz beschleunigte nicht nur den Photovoltaik-Boom in Deutschland, sondern wirkte sich auch auf den globalen Solarmarkt aus.
Die Einführung des EEG im Jahr 2000 markierte einen Wendepunkt für die Solarenergie in Deutschland. Pioniere wie Gerhard Weiße legten den Grundstein und bewiesen die langfristige Tragfähigkeit der Technologie. Noch heute profitiert die deutsche Solarindustrie von politischen Weichenstellungen, die vor mehr als zwei Jahrzehnten getroffen wurden.






