Wie Unternehmen mit KI und flexiblen Strategien die Krise meistern wollen
Finn HerrmannWie Unternehmen mit KI und flexiblen Strategien die Krise meistern wollen
Führungskräfte aus der Wirtschaft trafen sich beim 20. Executive Summit, um sich mit der Frage der Widerstandsfähigkeit in unsicheren Zeiten auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Strategien zur Bewältigung von Krisen, wobei Künstliche Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle in der zukünftigen Planung spielt. Gleichzeitig deuten wirtschaftliche Prognosen auf ein schwaches Wachstum hin, was Unternehmen unter Druck setzt, sich schnell anzupassen.
Das ifo Institut hat kürzlich seine Wachstumsprognose nach unten korrigiert und erwartet für 2024 eine Stagnation sowie 2025 nur noch ein Plus von 0,9 Prozent. Der Ökonom Klaus Wohlrabe riet Unternehmen, Unsicherheiten genau zu beobachten und mehrere Notfallpläne vorzubereiten. Seine Empfehlung kam zu einem Zeitpunkt, an dem 41,3 Prozent der IT-Dienstleister über Auftragsrückgänge aufgrund zögerlicher Kundenausgaben berichteten.
Auf dem Gipfel präsentierten Firmen wie die Grenzebach Gruppe, wie sie Klimarisikomanagement in ihre Nachhaltigkeitsstrategien integrieren. Die DVZ stellte ihre "Strategie 2030" vor, die auf robuste IT-Infrastrukturen und digitale Werkzeuge setzt, während KB über KI-gestütztes Risikomanagement informierte. Dennoch tun sich viele Unternehmen noch schwer damit, aus KI echten Mehrwert zu ziehen – es fehlen klare Umsetzungspläne oder praktische Anwendungsfälle.
Die Lehren aus der Pandemie zeigen, dass Widerstandsfähigkeit von diversifizierten Lieferketten, erweiterten Lagerkapazitäten und einer verstärkten Eigenproduktion abhängt. Experten betonen nun die Bedeutung langfristiger Personalplanung und einer tieferen KI-Integration, um Betriebe zukunftssicher aufzustellen.
Die wirtschaftliche Lage bleibt gemischt – mit Risiken, aber auch Wachstumschancen. Unternehmen, die in KI, flexible Lieferketten und stabile Belegschaften investieren, sind besser gerüstet, um Störungen standzuhalten. Die Diskussionen auf dem Gipfel deuten auf einen Wandel hin: Weg von reaktiven Maßnahmen, hin zu einer proaktiven Stärkung der Widerstandsfähigkeit in einem unberechenbaren Markt.