Zukunft des Peitinger Biogaswerks bleibt nach jahrelangen Verzögerungen ungewiss
Philipp KochZukunft des Peitinger Biogaswerks bleibt nach jahrelangen Verzögerungen ungewiss
Ein geplantes Biogaswerk in Peiting sorgt seit 2024 für Diskussionen, als das Schweizer Unternehmen Renergon das Vorhaben erstmals vorstellte. Das Projekt, das Gülle in Biomethan und Dünger umwandeln soll, sah sich mit Verzögerungen und kritischen Fragen zu möglichen Geruchsbelästigungen, zusätzlichem Verkehr und Bebauungsvorschriften konfrontiert. Nun, da die Planung im März wiederaufgenommen werden soll, bleibt die Zukunft des Werks ungewiss.
Ursprünglich von Renergon vorgeschlagen, sollte die Anlage von der lokalen Firma Seidel Bau betrieben werden, die von Franz Seidel und seinem Sohn geführt wird. Laut Plan würde das Biomethan in das Gasnetz von Peiting eingespeist, während der Dünger an umliegende Bauernhöfe zurückgegeben würde. Doch nach Bedenken des Gemeinderats kam das Vorhaben ins Stocken.
Ende Januar 2025 genehmigte die Stadt zwar den notwendigen Bebauungsplan, doch Bürgermeister Peter Ostenrieder warnte vor einem "irrsinnigen Prüfverfahren" und verwies auf Sorgen wegen Gerüchen, Mehrverkehr und der Einhaltung von Flächennutzungsvorschriften. Um mögliche Geruchsprobleme zu bewerten, besuchten Ratsmitglieder sogar eine ähnliche Anlage in Biberach.
Renergon verlagerte seinen Fokus vorübergehend auf ein anderes Projekt in Brandenburg, wodurch sich die Planung für Peiting bis März verzögerte. Seit der ersten Vorstellung des Vorhabens gab es kaum Fortschritte, sodass Anwohner unsicher sind, ob das Unternehmen das Projekt überhaupt weiterverfolgen wird.
Die nächsten Schritte für das Biogaswerk hängen vom Engagement Renergons und den Ergebnissen weiterer Prüfungen ab. Falls realisiert, würde es Peiting mit Biomethan versorgen und Dünger an die regionalen Landwirtschaftsbetriebe zurückführen. Vorerst bleibt das Projekt jedoch in der Schwebe, während die Behörden auf das nächste Signal des Unternehmens warten.






