08 January 2026, 08:02

Alpen boomen trotz Inflation: Winterurlaub wird kürzer, aber nicht gestrichen

Mehrere Fahrräder stehen auf einem schneebedeckten Boden, ebenfalls mit Schnee bedeckt.

Wirtschaftskrise trübt Winterurlaubspläne - Alpen boomen trotz Inflation: Winterurlaub wird kürzer, aber nicht gestrichen

Alpen-Urlaubsziele erwarten trotz wirtschaftlicher Belastungen eine starke Wintersaison. Die Buchungszahlen bleiben hoch, und erste Anzeichen deuten auf günstige Bedingungen für den Tourismus hin. Doch steigende Kosten und finanzielle Sorgen verändern die Reiseplanung der Gäste.

Österreich und die Schweiz verzeichnen einen Boom im Wintertourismus. Österreich zählte in der letzten Saison 72 Millionen Übernachtungen – ein Plus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Schweiz brach 2023/24 alle Rekorde mit fast einer halben Million zusätzlicher Übernachtungen.

Der Markt für Schweizer Skigebiete ist mittlerweile mehrere Milliarden Schweizer Franken wert. Doch die Inflation hat die Preise in den letzten drei Jahren um 15 bis 25 Prozent in die Höhe getrieben, besonders bei Unterkünften und Skipässen. Alpenurlaube waren schon immer kostspielig – eine Woche Skifahren kann so viel kosten wie drei Sommerwochen.

Deutsche Touristen sind für beide Länder von zentraler Bedeutung. Dennoch planen in diesem Jahr nur 16 Prozent der Deutschen einen Winterurlaub, während 81 Prozent darauf verzichten. Von denen, die verreisen, wollen 51 Prozent nicht auf Wintererholung verzichten, doch 15 Prozent kürzen ihre Aufenthalte oder wählen günstigere Unterkünfte. Weitere 15 Prozent sparen komplett bei Freizeitausgaben, und fast ein Viertel gibt weniger für Restaurantbesuche aus.

Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen bleiben die Alpen ein beliebtes Reiseziel. Hohe Buchungszahlen und Rekordübernachtungen deuten auf eine lebhafte Saison hin. Die Gäste passen sich jedoch an – sie geben weniger aus, bleiben kürzer oder entscheiden sich für günstigere Optionen, um die höheren Kosten zu bewältigen.