Bremen rettet die historische Emmabank im Bürgerpark vor dem Verfall
Lara BauerBremen rettet die historische Emmabank im Bürgerpark vor dem Verfall
Bremen verliert eines seiner historischen Wahrzeichen nicht: Die Emmabank im Bürgerpark ist nach Jahrzehnten der Schäden vollständig restauriert worden. Das Projekt, unterstützt von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, behob schwere Setzschäden, die durch Grundwasserentnahme verursacht worden waren. Ohne das Eingreifen wäre das Bauwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert – mit seinen Jugendstil-Elementen und der ikonischen Aussichtsplattform – eingestürzt.
Die Emmabank war seit den 1970er-Jahren um bis zu zwei Meter abgesackt, wodurch die Stützmauern instabil wurden und angrenzende Wege überflutet wurden. Bis 2020 bedrohte die Situation die neoklassizistische Bank, die Steinfassaden und die Plattform mit Blick auf die Weser. Die Restaurierungsarbeiten begannen mit dem behutsamen Zerlegen der Bank in Segmente, die für spätere Reparaturen eingelagert wurden.
Ingenieure installierten ein aufwendiges Fundamentsystem mit Punktlagern, um den instabilen Boden zu stabilisieren. Auch das originale Mosaikpflaster wurde wiederhergestellt, wobei jeder Stein sorgfältig neu gesetzt wurde. Der Wiederaufbau der Bank selbst startete im August 2025, nachdem die Erd- und Fundamentarbeiten abgeschlossen waren.
Das Projekt kostete rund 100.000 Euro und sicherte so ein zentrales Stück Bremer Kulturerbe. Die restaurierte Emmabank steht nun auf einem verstärkten Fundament, das ihre historische Architektur und die öffentliche Zugänglichkeit bewahrt. Die Aussichtsplattform und die Steinmetzarbeiten bleiben für Besucher erhalten.