06 January 2026, 00:03

CSU will Führerschein ab 16 und strengere Kultur-Boykotte durchsetzen

Eine belebte Straßenszene mit vielen Menschen, darunter Schulmädchen in Uniformen mit Jacken, einige halten ein Schild hoch, und andere fahren Fahrräder mit Helmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem Tor im Hintergrund.

CSU setzt sich für Führerschein ab 16 Jahren ein - CSU will Führerschein ab 16 und strengere Kultur-Boykotte durchsetzen

Die Christlich-Soziale Union (CSU) hat im Vorfeld ihrer Fraktionsklausur in Seeon, Oberbayern, mehrere neue politische Vorschläge vorgelegt. Zu den zentralen Maßnahmen zählen Änderungen im Führerscheinrecht für Jugendliche, strengere kulturelle Boykottmaßnahmen sowie verpflichtende Sprachstandstests für Vorschulkinder.

Einer der bemerkenswertesten Vorschläge ist die Senkung des Mindestalters für das begleitete Fahren in Deutschland. Bisher dürfen Jugendliche ab 17 Jahren mit Begleitung Auto fahren. Die CSU fordert nun, dieses Alter auf 16 Jahre zu reduzieren – mit der Begründung, dass frühere Fahrpraxis die Verkehrssicherheit erhöhe und jungen Menschen in ländlichen Regionen bei ihrem Urlaub hilft. Nach einem Jahr begleiteten Fahrens könnten 17-Jährige in Ausnahmefällen auch allein fahren.

Die Partei plädiert zudem dafür, dass andere EU-Mitgliedstaaten ein ähnliches Modell übernehmen und das begleitete Fahren ab 16 Jahren für den Führerschein der Klasse B ermöglichen. Dies orientiert sich am bestehenden deutschen System, das das begleitete Fahren seit 2011 zulässt.

Über den Verkehrsbereich hinaus setzt sich die CSU für eine strengere Kulturpolitik ein. Sie verlangt, dass Deutschland große Musik- oder Kulturveranstaltungen boykottiert, wenn jüdische oder israelische Künstlerinnen und Künstler ausgeschlossen werden. Damit soll Diskriminierung entgegengewirkt und die gleichberechtigte Teilhabe an öffentlichen Veranstaltungen sichergestellt werden.

Im Bildungsbereich schlägt die Partei verpflichtende Sprachtests für Kinder im Vorschulalter vor. Ziel ist es, Sprachdefizite frühzeitig zu erkennen und gezielt zu fördern, bevor die reguläre Schulzeit beginnt.

Der Entwurf der CSU skizziert klare Schritte in den Bereichen Führerscheinrecht, kulturelle Boykotte und frühkindliche Sprachförderung. Sollten diese Maßnahmen umgesetzt werden, hätten sie weitreichende Auswirkungen auf die Mobilität von Jugendlichen, die Diskriminierungsbekämpfung im Kulturbereich und die Sprachentwicklung von Kleinkindern. Die Vorschläge werden auf der anstehenden Klausurtagung der Partei weiter beraten.