Elk Erwin auf der wilden Gänseschau - Lief alles nach Plan? - Damhirsch Erwin landet versehentlich im Schwarzwald statt in Bayern
Ein Damhirsch namens Erwin, auch bekannt als Lord Fynn, sollte eigentlich vom Wildpark Pforzheim nach Bayern gebracht werden. Stattdessen landete das Tier nach einem Verwechslung bei der Beförderung im Schwarzwald. Nun ermitteln die Behörden, wie es zu dem Fehler kommen konnte und ob dabei gegen Vorschriften verstoßen wurde.
Für den Transport des Hirschs war eine Genehmigung des örtlichen Veterinäramts erforderlich. Nach EU-Recht müssen bei der Beförderung solcher Tiere über längere Strecken Nachweise über die Sachkunde sowie eine offizielle Bewilligung vorliegen. Zudem oblag es dem Wildpark Pforzheim, vor der Reise sicherzustellen, dass der aufnehmende Park die Bedürfnisse des Tieres erfüllen konnte.
Sobald das Tier ordnungsgemäß übergeben wird, trägt der Transportunternehmer die volle Verantwortung. In diesem Fall gerät er jedoch selbst unter Verdacht und ist nun Teil der Ermittlungen. Da er nicht verpflichtet ist, als Zeuge auszusagen, gestaltet sich die Aufklärung des Vorfalls schwieriger.
Noch ausstehende Befragungen, darunter auch die des Transporteurs, sollen weitere Klarheit bringen. Die Ermittler prüfen, ob während der Fahrt gegen die EU-Verordnung (EG) Nr. 1/2005 verstoßen wurde. Bereits 2023 hatte es Kritik gegeben, etwa wegen unzureichender Platzverhältnisse für große Hirsche, mangelnder Belüftung und fehlender Sicherheitsvorkehrungen in den Transportfahrzeugen. Zudem muss der Wildpark Pforzheim für das Tier ein Herkunftszertifikat sowie ein Begleitdokument vorlegen.
Die Ermittlungen laufen noch, wobei der Fokus auf möglichen Verstößen gegen Transportvorschriften liegt. Die unerwartete Ankunft des Hirschs im Schwarzwald wirft Fragen zur Einhaltung der Tierschutzbestimmungen auf. Weitere Details hängen von den Ergebnissen der noch ausstehenden Befragungen und Kontrollen ab.






