„Die singende Revolution“: Wie eine Berliner Ausstellung den friedlichen Widerstand feiert
Elias Franke„Die singende Revolution“: Wie eine Berliner Ausstellung den friedlichen Widerstand feiert
Neue Kunstausstellung in Berlin erkundet zivilen Widerstand und Pazifismus in Januar
Nächsten Monat eröffnet in Berlin eine neue Kunstausstellung, die sich mit zivilem Widerstand und Pazifismus auseinandersetzt. Unter dem Titel „Die singende Revolution“ präsentiert die Schau Werke der Künstlerin Gesa Will und lässt sich von den baltischen Unabhängigkeitsbewegungen Ende der 1980er-Jahre inspirieren. Die Veranstaltung findet vom 8. bis 19. Januar 2026 im kultur.lokal.berlin statt – der Eintritt ist für alle Besucherinnen und Besucher frei.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine Sammlung filigraner Tonfiguren, die jeweils Themen wie Freiheit und gewaltfreien Protest verkörpern. Die Miniaturskulpturen spiegeln den Geist des Baltischen Wegs von 1989 wider, als zwei Millionen Menschen eine menschliche Kette durch Berlin, Lettland und Litauen bildeten, um die Unabhängigkeit von der sowjetischen Herrschaft zu fordern.
Das Begleitprogramm umfasst mehrere öffentliche Veranstaltungen: Am 16. Januar liest der Autor Leonhard F. Seidl aus seinen Werken, und am 20. Januar findet für Schulklassen eine Lesung mit Texten von Wolfgang Borchert statt. Die Eröffnung mit Empfang ist am 8. Januar um 19 Uhr, begleitet von Live-Musik von Anna und Markus Simon. Unterstützt wird die Ausstellung von der Evangelischen Siedlungswerk und dem Theaterverein Berlin. Die Veranstalter möchten zeigen, wie friedlicher Widerstand und kollektives Handeln Geschichte geprägt haben.
Die Ausstellung „Die singende Revolution“ ist ohne Eintrittsgeld am Bahnhofplatz in Berlin zu erleben. Das Projekt verbindet bildende Kunst, Literatur und Musik, um einen prägenden Moment der baltischen Geschichte zu beleuchten. Die Schau endet am 19. Januar 2026.






