Evi Sachenbacher-Stehle kämpft gegen Bildschirmzeit mit Skikursen für Kinder
Elias FrankeEvi Sachenbacher-Stehle kämpft gegen Bildschirmzeit mit Skikursen für Kinder
Doppelte Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle setzt sich für Skikurse für Kinder ein
Die zweifache Olympische Goldmedaillengewinnerin Evi Sachenbacher-Stehle spricht sich für die Vorteile des Skifahrens im Kindesalter aus. Winterportarten könnten Jugendliche von Bildschirmen weglocken und Langeweile vorbeugen, argumentiert sie. Ihre Haltung gewinnt an Bedeutung, da immer mehr Familien besorgt sind über die übermäßige Bildschirmzeit ihrer Kinder.
Sachenbacher-Stehle, die 2014 ihre Karriere als Leistungssportlerin beendete, engagiert sich seit Langem für körperliche Aktivität. Ihre Töchter Mina und Greta sind begeisterte Skifahrerinnen und nehmen regelmäßig an Rennen teil. Die enge Verbindung der Familie zum Sport zeigt sich auch in ihrem beruflichen Werdegang: Sie betreiben Ferienwohnungen in Garmisch-Partenkirchen und eine Skischule, die von ihrem Mann geleitet wird.
Doch ihre Haltung ist nicht unumstritten. Kritiker verweisen auf die hohen Kosten von Wintersport und den Mangel an Schnee außerhalb der kalten Monate. Auch der Klimawandel hat die Skitradition ihrer Familie beeinträchtigt, doch die Familie nutzt die Saison weiterhin intensiv. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Sachenbacher-Stehle eine lautstarke Fürsprecherin des Themas. Über soziale Medien wirbt sie für die Bedeutung von Bewegung bei Kindern. Ihre Karriere – mit fünf Olympischen Medaillen und elf Weltcupsiegen – verleiht ihrer Botschaft Gewicht. Für sie ist Skifahren mehr als nur Sport: Es ist eine Lösung für moderne Erziehungsfragen. Sie sieht darin einen praktischen Ansatz, um der übermäßigen Bildschirmzeit von Kindern entgegenzuwirken.
Sachenbacher-Stehles Plädoyer für mehr Wintersport im Leben von Kindern stützt sich auf eigene Erfahrungen. Das Engagement ihrer Familie für den Skisport und ihr Unternehmen in den Alpen unterstreichen ihr Anliegen. Während die Debatten über Kosten und Zugänglichkeit anhalten, bleibt ihr Fokus klar: Kinder in Bewegung bringen – und weg von den Geräten.