Forschungsprojekt ForBat@Bau will Baustellen komplett emissionsfrei machen
Philipp KochForschungsprojekt ForBat@Bau will Baustellen komplett emissionsfrei machen
Neues Forschungsprojekt ForBat@Bau soll Baustellen revolutionieren: Software für komplett emissionsfreien Betrieb
Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen ForBat@Bau will Baustellen grundlegend verändern – durch die Entwicklung eines softwarebasierten Werkzeugs für einen vollständig emissionsfreien Betrieb. Das von der Technischen Universität München (TUM) geleitete Projekt zielt auf ein integriertes Planungssystem ab, das wirtschaftliche Tragfähigkeit und zuverlässige Umsetzung gewährleistet. Zu den Partnern zählen die Hochschule Landshut und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg.
Bisherige Versuche, Emissionen auf Baustellen zu reduzieren, beschränkten sich weitgehend auf den Austausch von Diesel- durch Elektromaschinen. Die TUM argumentiert jedoch, dass dieser Ansatz allein nicht nachhaltig ist. Stattdessen wird ForBat@Bau Bauprozesse, Maschinen, Energiespeicher, Ladesysteme und Netzanschlüsse als ein einziges, vernetztes System betrachten.
Das Vorhaben gliedert sich in vier zentrale Schwerpunkte: die Entwicklung maßgeschneiderter Antriebskonzepte für Baumaschinen, die Schaffung intelligenter und modularer Batteriesysteme, die softwaregestützte Planung und Steuerung von Energieflüssen sowie die Optimierung der Nutzung von Baustromanschlüssen. Industriepartner wie der Bayerische Bauindustrieverband sowie Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Bauwirtschaft und der Netzbetreibung bringen ihr Know-how in das Projekt ein.
Ein zentrales Anliegen ist die Förderung der Zusammenarbeit aller Beteiligten. Durch diese Vernetzung sollen ganzheitliche Lösungen für emissionsfreie Baustellen entstehen.
Das Projekt strebt eine umfassende Lösung für den klimaneutralen Baustellenbetrieb an. Durch die Verknüpfung von Planung, Energiemanagement und Maschineneinsatz will ForBat@Bau voll elektrifizierte Baustellen nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlich attraktiv machen. Das Werkzeug soll eine bessere Koordination und Effizienz in allen Bereichen des Baustellenbetriebs ermöglichen.
