14 January 2026, 12:32

Fürther Seniorenrat gewinnt Zukunftspreis 2025 für Projekt gegen Einsamkeit

Eine Stadtstraße mit Gebäuden, Fahrzeugen, Straßenlaternen, Bäumen und einer Brücke, mit einem alten Gebäude im Vordergrund.

Fürther Seniorenrat gewinnt Zukunftspreis 2025 für Projekt gegen Einsamkeit

Seniorenrat Fürth erhält Zukunftspreis 2025 für Projekt Gemeinsam (H)ALT gegen Einsamkeit im Alter

Der Seniorenrat Fürth ist mit dem Zukunftspreis 2025 für sein Projekt Gemeinsam (H)ALT ausgezeichnet worden, das sich gegen die Vereinsamung älterer Bürgerinnen und Bürger einsetzt. Die Auszeichnung krönt Jahre wachsenden Engagements, in denen die Besucherzahlen bei Veranstaltungen und die Nutzung des Online-Angebots stetig stiegen. Trotz dieser Erfolge sieht sich die Initiative jedoch weiterhin mit Herausforderungen konfrontiert – vor allem durch begrenzte Finanzmittel und einen Mangel an bezahlbaren Veranstaltungsorten.

Die Vorsitzende des Rates, Inge Hartosch, blickt auf die Errungenschaften der vergangenen vier Jahre zurück, darunter die Verabschiedung eines umfassenden Seniorenpolitischen Rahmenkonzepts. Während nun die Vorbereitungen für die Wahlen im Januar 2026 beginnen, setzt sich die Organisation weiterhin für bessere Dienstleistungen und Personalausstattung für die alternde Bevölkerung Fürths ein.

Das Projekt Gemeinsam (H)ALT brachte dem Seniorenrat den diesjährigen Zukunftspreis ein – eine weitere Auszeichnung neben zwei früheren Zukunftspreisen und einer Ehrung des Rotary Clubs. Die Initiative zielt darauf ab, die Isolation älterer Menschen durch gemeindebasierte Aktivitäten und Unterstützungsnetzwerke zu verringern. Ihr Erfolg schlägt sich in einer spürbar gestiegenen Teilnahme an Ratsveranstaltungen und einer erhöhten Nutzung der digitalen Plattformen nieder.

Inge Hartosch, die den Rat leitet, hob die Verabschiedung der städtischen Seniorenpolitik im Jahr 2022 als Meilenstein hervor. Das Konzept legte klare Ziele für die Verbesserung von Pflege, Barrierefreiheit und sozialer Teilhabe fest. Gleichzeitig betonte sie anhaltende Schwierigkeiten, insbesondere bei der Beschaffung ausreichender Mittel und qualifizierten Personals, um die Nachfrage zu decken. Der Mangel an günstigen Räumlichkeiten schränkt zudem die Möglichkeiten ein, das Programmangebot auszubauen. Um seine Position zu stärken, arbeitet der Seniorenrat mit anderen lokalen Gremien zusammen, darunter der Integrationsbeirat und der Jugendrat. Gemeinsame Kampagnen haben die Stimme des Rates in Gesprächen mit der Stadtführung verstärkt. Auch mobile Sprechstunden in verschiedenen Stadtteilen haben sich bewährt: Sie ermöglichen direkten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Rückmeldungen aus diesen Gesprächen flossen bereits in offizielle Vorschläge an den Oberbürgermeister ein.

Die nächste Wahl des Seniorenrats im Januar 2026 wird nach einem Delegiertensystem ablaufen. Rund 60 Organisationen werden dann wahlberechtigt sein und Kandidaten aufstellen können. Bisher hat jedoch keine Gruppe öffentlich Interesse angemeldet, Vertreter zu benennen. Neben den Wahlvorbereitungen konzentriert sich der Rat auf zwei drängende Themen: die Verbesserung der lokalen Versorgungsstrukturen in den Stadtteilen und die Gewinnung von Fachkräften für die Pflege, um den Bedürfnissen der wachsenden Seniorenbevölkerung Fürths gerecht zu werden.

Der Zukunftspreis 2025 unterstreicht das Engagement des Seniorenrats im Kampf gegen Einsamkeit und für eine höhere Lebensqualität älterer Menschen. Mit den anstehenden Wahlen Anfang 2026 wird sich die Organisation weiterhin für bessere Finanzierung, Personalausstattung und Gemeinschaftsräume einsetzen.

Ihre Arbeit hat bereits zu politischen Veränderungen und einer engeren Zusammenarbeit mit anderen Beratungsgremien geführt. Die nächste Amtszeit wird zeigen, ob es gelingt, die anhaltenden Herausforderungen durch knappe Ressourcen und steigende Nachfrage zu bewältigen.