07 January 2026, 22:07

Höfner meldet nach 138 Jahren Insolvenz an – das Ende einer Musiklegende?

Ein Musikinstrument ist auf dem Bild zu sehen.

Höfner meldet nach 138 Jahren Insolvenz an – das Ende einer Musiklegende?

Höfner, der historische bayerische Bassgitarren-Hersteller, meldet nach 138 Jahren Insolvenz an

Der traditionsreiche Instrumentenbauer Höfner, bekannt für seine ikonischen geigenförmigen Bässe – darunter der von Paul McCartney gespielte Klassiker –, steht nach 138 Jahren vor einer ungewissen Zukunft. Ein Gericht hat nun die Überwachung der finanziellen Lage übernommen, während mögliche Sanierungsoptionen geprüft werden.

Das 1887 gegründete Unternehmen entwickelte sich bis Anfang des 20. Jahrhunderts zum größten Hersteller von Saiten- und Zupfinstrumenten im deutschsprachigen Raum. Sein Ruf festigte sich weiter, als Paul McCartney von den Beatles den halbakustischen Violin-Bass populär machte – ein Symbol der Musik der 1960er-Jahre.

Am 10. Dezember 2025 ordnete das Amtsgericht Fürth die vorläufige Insolvenzverwaltung für Höfner an. Der Nürnberger Insolvenzexperte Dr. Hubert Ampferl wurde damit beauftragt, die finanzielle Situation des Unternehmens zu bewerten und mögliche Wege aus der Krise zu prüfen. Die Insolvenz fällt in eine Welle von Unternehmenspleiten in Deutschland, von der in den letzten Monaten auch bekannte Marken – von Burgerketten bis zu Modlabels – betroffen waren. Höfners Fall sticht jedoch aufgrund seiner tiefen kulturellen Verwurzelung in der Rock- und Popgeschichte hervor.

Der vorläufige Insolvenzverwalter wird nun die Bücher und Geschäftsabläufe des Unternehmens analysieren, um zu klären, ob eine Sanierung oder eine Liquidation realistisch ist. Das Erbe Höfners als Pionier des Instrumentenbaus bleibt unbestritten – doch sein Fortbestand hängt vom Ausgang des Insolvenzverfahrens ab. Bisher gibt es keine weiteren Informationen zu potenziellen Käufern oder Investoren.