Leroy Sanés Wechsel zu Galatasaray entfacht Nationalmannschafts-Debatte neu
Philipp KochLeroy Sanés Wechsel zu Galatasaray entfacht Nationalmannschafts-Debatte neu
Leroy Sanés Wechsel zu Galatasaray Istanbul hat eine anhaltende Debatte über seine Rolle in der deutschen Nationalmannschaft ausgelöst. Kritiker behaupten, der Transfer habe das Ende seiner Laufbahn im Nationalteam eingeläutet, und werfen ihm vor, das Geld über die Weltmeisterschaft gestellt zu haben. Die Diskussion hat weiter an Fahrt aufgenommen, seitdem seine Leistungen zunehmend unter die Lupe genommen werden.
Sané schloss sich Galatasaray 2023 an, doch seine erste Saison verlief enttäuschend. Mit nur sieben Toren in 43 Einsätzen lieferte er seinen Kritikern zusätzliche Munition. Dennoch waren seine Verdienste bei der WM-Qualifikation Deutschlands im November 2022 unbestritten: Mit zwei Toren und einer Vorlage gegen die Slowakei sicherte er der Mannschaft den Einzug ins Turnier.
Die Debatte konzentriert sich oft einseitig auf Sané als angeblichen Störfaktor im deutschen Spiel, während andere Akteure kaum Beachtung finden. İlkay Gündoğan argumentierte, dass ständige Kritik und die Erwartungshaltung, er werde Fehler machen, einen kreativen Spieler wie ihn lähmen könnten. Mannschaftskollegen wie Joshua Kimmich und Julian Nagelsmann stellten sich öffentlich hinter Sané und hoben seine Laufbereitschaft sowie defensive Leistungen hervor. Auch Jamie Leweling lehnte es in einer Pressekonferenz vor dem Spiel ab, ihn zu kritisieren.
Sané bleibt eine polarisierende Figur im deutschen Fußball. Seine Schwierigkeiten bei Galatasaray und die anhaltende Kritik haben seine früheren Verdienste für die Nationalmannschaft nicht überschattet. Die Diskussion um seinen Platz im Kader zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung.
