Münchner Startup CertHub revolutioniert Medtech-Compliance mit 6,2 Millionen Euro Investition
Lara BauerMünchner Startup CertHub revolutioniert Medtech-Compliance mit 6,2 Millionen Euro Investition
Münchner Startup CertHub sichert 6,2 Millionen Euro für KI-gestützte Medtech-Compliance
CertHub, ein in München ansässiges Startup, das sich auf Compliance in der Medizintechnik-Produktion spezialisiert hat, hat in einer Finanzierungsrunde 6,2 Millionen Euro eingesammelt. Die Mittel wurden in nur zwei Monaten akquiriert und sollen den Ausbau der KI-basierten Plattform des Unternehmens in ganz Europa vorantreiben. Zu den Investoren zählen führende Risikokapitalgeber und Branchenexperten, die den Zertifizierungsprozess für Medizinprodukte effizienter gestalten wollen.
Die Finanzierungsrunde wurde von Cusp Capital angeführt, mit Beteiligungen der Visionaries Club, Rheingau Founders, D11Z, Calm/Storm, UnternehmerTUM sowie neun Business Angels. Viele der Geldgeber bringen umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Medizintechnik, regulatorische Angelegenheiten und dem Skalieren von B2B-SaaS-Unternehmen mit. Ihre Unterstützung wird CertHub dabei helfen, die Produktentwicklung zu beschleunigen, in neue EU-Märkte einzutreten und die Zertifizierungsplattform weiter auszubauen.
Die Plattform von CertHub automatisiert zentrale Compliance-Aufgaben wie die Erstellung technischer Dokumentation, das Management von Qualitätsmanagementsystemen und die Vorbereitung auf Audits. Hersteller, die das System nutzen, berichten von Zeit- und Kosteneinsparungen von bis zu 60 Prozent – was pro Zertifizierungszyklus etwa 2,4 Millionen Euro entspricht. Auch Benannte Stellen profitieren von einer verbesserten Dokumentationsqualität und schnelleren Prüfverfahren. Die neuen Mittel fließen in die weitere Skalierung der Plattform in Europa sowie in die Integration mit zusätzlichen Benannten Stellen. Zudem plant CertHub, länderspezifische Compliance-Tools für Märkte wie die USA und Brasilien zu entwickeln. Langfristig strebt das Unternehmen den Aufbau einer gemeinsamen Compliance-Infrastruktur an, die Hersteller und Regulierungsbehörden vernetzt und gleichzeitig wertvolle Daten zu Zertifizierungstrends sammelt. Das übergeordnete Ziel von CertHub ist es, regulatorische Verzögerungen abzubauen, die medizinische Innovationen ausbremsen. Durch schnellere und vorhersehbarere Zertifizierungsprozesse sollen Hersteller entlastet werden, damit sie sich stärker auf die Produktentwicklung statt auf Bürokratie konzentrieren können.
Mit den frischen 6,2 Millionen Euro will CertHub seine KI-gestützten Compliance-Tools ausbauen und die Zusammenarbeit mit Benannten Stellen intensivieren. Die Investitionen fließen zudem in die Erschließung neuer Märkte und die Entwicklung internationaler Compliance-Lösungen. Langfristig bleibt das Ziel des Unternehmens, eine einheitliche Infrastruktur aufzubauen, die die Zertifizierung von Medizinprodukten weltweit vereinfacht.