01 January 2026, 08:02

Neue Regelverstöße? Norwegische Medien attackieren deutsche und österreichische Skispringer

Menschen in Pullovern fahren mit einer Seilbahn Ski auf dem Eis, Berge und ein bewölkter Himmel im Hintergrund.

"Kein guter Weg": Geiger spricht über Betrugsvorwürfe - Neue Regelverstöße? Norwegische Medien attackieren deutsche und österreichische Skispringer

Weniger als ein Jahr nach dem Skianzug-Skandal Norwegens bei den Weltmeisterschaften tauchen in skandinavischen Medien neue Vorwürfe wegen Regelverstößen auf. Diesmal richten sich die Anschuldigungen gegen österreichische und deutsche Athleten während der Vierschanzentournee. Die Debatte hat die Spannungen in der Sportart erneut entfacht.

Der ursprüngliche Skandal war im vergangenen Jahr in Trondheim aufgeflogen, als sich herausstellte, dass das norwegische Team heimlich seine Skianzüge versteift hatte. Mehrere norwegische Springer, darunter Marius Lindvik und Johann André Forfang, mussten mit Sperren rechnen, kehrten später aber in den Weltcup zurück.

Nun stellen norwegische Medien die Rechtmäßigkeit der Bindungen des österreichischen Springers Manuel Fettner infrage. Fettner bezeichnete die Vorwürfe als "beunruhigend", betonte jedoch, dass seine Ausrüstung allen Regeln entspreche. Auch der Internationale Skiverband (FIS) wies die norwegischen Anschuldigungen zurück und fand keine Verstöße. Die deutschen Athleten wehren sich gegen die Vorwürfe: Philipp Raimund, Deutschlands führender Skispringer, bezeichnete die Behauptungen als "psychologische Spielchen", die den Wettbewerb stören sollten. Teamkollege Karl Geiger ging noch weiter und kritisierte die norwegischen Medien scharf dafür, so kurz nach dem eigenen Doping-Skandal neue Vorwürfe zu erheben. Norwegische Langläufer sind übrigens nicht in die Bindungs-Debatte verwickelt – bei der Vierschanzentournee geht es um Skispringen, nicht um Langlauf.

Die jüngsten Anschuldigungen belasten das Verhältnis zwischen den Skisprung-Nationen zusätzlich. Da der FIS die norwegischen Vorwürfe zurückgewiesen hat, rückt der sportliche Wettbewerb wieder in den Fokus. Doch die Kontroverse bleibt ein Thema, während die Tournee weitergeht.