06 January 2026, 08:03

NGG fordert Halbierung des Deutschland-Tickets für Auszubildende auf 31,50 Euro

Ein Auto mit darunter liegendem Text, einschließlich Anführungszeichen, in einem bearbeiteten Bild.

NGG fordert Halbierung des Deutschland-Tickets für Auszubildende auf 31,50 Euro

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine deutliche Senkung der Fahrtkosten für Auszubildende. Laut ihrem Vorschlag soll das Deutschland-Ticket auf 31,50 Euro pro Monat sinken – also nur noch die Hälfte des aktuellen Preises. Damit will die NGG die finanzielle Belastung von Azubis verringern, da die Transportkosten in Bayern weiterhin steigen.

Erst kürzlich stieg der monatliche Preis für das Deutschland-Ticket auf 63 Euro. In Fürth bleiben für viele Auszubildende nach Rabatten noch 43 Euro selbst zu zahlen. Mit rund 2.200 betroffenen Azubis vor Ort argumentiert die NGG, dass bestehende Unterstützungen wie der bayerische Zuschuss von 20 Euro nicht mehr ausreichen. Regina Schleser, Geschäftsführerin der Gewerkschaft, betonte, dass bezahlbare Mobilität für Auszubildende entscheidend sei, um Arbeitsplätze und Ausbildungsstätten zu erreichen.

Der NGG-Plan sieht vor, die verbleibenden Kosten zwischen Arbeitgebern und dem Freistaat aufzuteilen. Demnach sollten Ausbildungsbetriebe 11,50 Euro pro Azubi beisteuern, kombiniert mit dem bestehenden bayerischen Zuschuss von 20 Euro. Dieses Modell orientiert sich an einer bereits in Niedersachsen praktizierten Lösung, wo Auszubildende dank Arbeitgeberbeteiligung nur die Hälfte zahlen. In einigen Branchen werden Fahrtkosten bereits über Tarifverträge abgedeckt. Die NGG strebt jedoch eine einheitliche Regelung an, damit alle Azubis gleichgestellt profitieren. Ziel ist es, zu verhindern, dass junge Menschen hohe Transportkosten tragen müssen – nur weil sie an einem bestimmten Ort arbeiten oder lernen.

Wird der Vorschlag umgesetzt, würden Auszubildende in Bayern für das Deutschland-Ticket nur noch 31,50 Euro zahlen. Die NGG setzt dabei auf eine Mischfinanzierung aus Landesmitteln und Arbeitgeberanteilen. Die Initiative folgt wachsenden Sorgen über steigende Fahrtkosten für junge Menschen in der Ausbildung.