Puma kämpft um die Wende: Stellenabbau und Milliardenkredite gegen die Krise
Lara BauerPuma kämpft um die Wende: Stellenabbau und Milliardenkredite gegen die Krise
Puma befindet sich am Jahresende in finanziellen Schwierigkeiten. Der Sportartikelhersteller verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen. Nun treibt das Unternehmen einen umfassenden Umstrukturierungsplan voran, um seine Position zu stabilisieren.
Die Ergebnisse für das dritte Quartal zeigen einen rückläufigen Umsatz um 10,4 % in währungsbereinigter Rechnung. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach sogar um mehr als 80 % ein. Diese Zahlen haben Sorgen um die finanzielle Gesundheit Pumas geschürt.
Um die Krise zu bewältigen, hat Puma 608 Millionen Euro an neuen Finanzmitteln gesichert. Dazu gehört ein 500-Millionen-Euro-Überbrückungskredit der Santander Bank im Rahmen einer zweijährigen Finanzierungsvereinbarung. Finanzvorstand Markus Neubrand bezeichnete die Zusage als ein starkes Zeichen der Unterstützung durch die Bankenpartner.
Im Rahmen seiner Restrukturierungsstrategie plant Puma, 2025 rund 250 Millionen Euro zu investieren. Gleichzeitig sollen jedoch bis Ende 2026 rund 900 Stellen im Verwaltungsbereich abgebaut werden. Trotz dieser Maßnahmen rechnet das Unternehmen für 2025 mit einem niedrigen zweistelligen Umsatzrückgang sowie einem operativen Verlust.
Das Vertrauen der Anleger hat stark gelitten: Seit Januar hat die Puma-Aktie 51 % ihres Wertes verloren und notiert derzeit bei 21,55 Euro. Zusätzlich erhöhte der französische Hedgefonds Capital Fund Management den Druck, indem er am 25. Dezember 2025 eine Leerverkaufsposition in Höhe von 0,50 % eröffnete – eine Wette gegen die Erholung des Unternehmens.
Pumas Umstrukturierungsbemühungen sind im Gange, doch der Ausgang bleibt ungewiss. Zwar hat das Unternehmen frisches Kapital beschafft und Sparmaßnahmen angekündigt, doch Leerverkäufer zweifeln weiterhin an seinen Aussichten. Mit weiter sinkenden Umsätzen und Gewinnen im kommenden Jahr dürfte der Weg zurück in die Gewinnzone steinig werden.