Skandal um Timi Zajcs Disqualifikation: Slowenien klagt gegen Messfehler in Garmisch-Partenkirchen
Lara BauerSkandal um Timi Zajcs Disqualifikation: Slowenien klagt gegen Messfehler in Garmisch-Partenkirchen
Der Slowenische Skiverband hat offiziell Protest gegen das Messverfahren bei der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen eingelegt. Im Mittelpunkt des Streits steht die Disqualifikation von Timi Zajc, die der Verband auf eine fehlerhafte Zeitnahme zurückführt. Funktionäre argumentieren, dass sein Anzug vor dem Sprung vermessen wurde – und nicht, wie vorgeschrieben, danach.
Zajc war nach dem Befund, sein Anzug entspreche nicht den Vorschriften, sogar doppelt disqualifiziert worden. Gorazd Pogorelcnik, der Chef des slowenischen Skispringens, betonte, der Anzug habe vor dem Absprung den Regeln entsprochen. Er deutete an, dass Wetterbedingungen oder natürliche Einflüsse die Maße anschließend verändert haben könnten.
Die Kontroverse spitzte sich weiter zu, als bekannt wurde, dass Zajc selbst vorgeschlagen hatte, den Anzug vor dem Sprung zu dehnen. In einem Instagram-Post räumte er ein, diese Methode in Garmisch angeregt zu haben. Der slowenische Verband fordert nun die FIS heraus und wirft ihr vor, das Verfahren sei willkürlich angewendet worden. Bisher gab es keine öffentlichen Hinweise auf einen möglichen Dopingverdacht – im Fokus bleiben die Länge des Anzugs und die Einhaltung der vorgeschriebenen Abläufe.
Der Protest könnte zu einer Überprüfung der Messverfahren bei künftigen Wettbewerben führen. Sollte er erfolgreich sein, könnte auch Zajcs Disqualifikation noch einmal geprüft werden. Die FIS hat auf die offizielle Beschwerde des slowenischen Verbands bisher noch nicht reagiert.