Ukraine und Quantum Systems präsentieren Jet-Drohne RAT für Kampfmissionen
Lara BauerUkraine und Quantum Systems präsentieren Jet-Drohne RAT für Kampfmissionen
Quantum Systems präsentiert in Zusammenarbeit mit der Ukraine eine neue Jet-Drohne: der RAT
In Partnerschaft mit der Ukraine hat das Unternehmen Quantum Systems eine neuartige, jetgetriebene Drohne namens RAT (Reconnaissance Attack Tactical) vorgestellt. Erstmals auf der Münchner Sicherheitskonferenz präsentiert, wurde das System in nur sechs Wochen entwickelt. Die rasche Entwicklung und seine mögliche Rolle in Kampfoperationen haben Militäranalysten aufhorchen lassen.
Die Konstruktion der Drohne deutet darauf hin, dass sie bald für Schlagmissionen im andauernden Konflikt angepasst werden könnte. Der RAT entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen Quantum Systems und der ukrainischen Luftwaffe. Nach seiner Premiere auf der Münchner Sicherheitskonferenz begannen die Arbeiten, bei denen es vor allem um die Stärkung autonomer Einsätze und die Effizienz auf dem Schlachtfeld ging. Zwar bleiben konkrete technische Aufrüstungen geheim, doch liegt der Fokus auf Aufklärung und präzisen Angriffen.
Die Drohne wird per Katapult gestartet, ist jetgetrieben und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 450 km/h. Eine Variante mit ukrainischen Hoheitszeichen wurde Delegierten präsentiert – ein Hinweis auf eine mögliche Bewaffnung mit Gefechtsköpfen. Beobachter heben das MOSAIC-Steuerungssystem und die modulare Software als besondere Stärken hervor, die eine flexible Einsatzweise ermöglichen.
Auch Airbus hat Interesse an der Plattform signalisiert und plant, sie für kostengünstige Softwaretests und die Integration in CCA-Systeme (Collaborative Combat Aircraft) zu nutzen. Sollte der RAT übernommen werden, könnte er sich von einer Zieldrohne zu einem mittelfristigen Schlagsystem für die ukrainischen Streitkräfte entwickeln. Seine geringen prognostizierten Kosten, die Skalierbarkeit für die Massenproduktion und die erwartete Verfügbarkeit ab frühem Sommer erhöhen seine Attraktivität.
Die Entwicklung verlief zügig: Bereits sechs Wochen nach der ersten Konzeption fand der Jungfernflug statt. Dieses Tempo spiegelt die Dringlichkeit wider, mit der die operativen Bedürfnisse der Ukraine gedeckt werden sollen – konkrete Einsatzpläne wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben.
Der schnelle Fortschritt und das anpassungsfähige Design machen den RAT zu einem potenziellen Trumpf für die ukrainischen Militäroperationen. Dank Jetantrieb, flexibler Softwarearchitektur und Kosteneffizienz könnte er sich sowohl für Testzwecke als auch im Kampfeinsatz bewähren.
Falls die endgültige Freigabe erfolgt, könnte das System bereits in diesem Sommer in Dienst gestellt werden – als neues Werkzeug für Aufklärungs- und Schlagmissionen in der Region.