08 February 2026, 12:01

Winterchaos hinterlässt Milliarden-Schäden an Deutschlands maroden Straßen

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen auf einer schneebedeckten Straße, gesäumt von Laternenmasten, Texttafeln, Bäumen und Gebäuden unter einem verschneiten Himmel.

ADAC warnt vor zusätzlichen Milliarden-Schäden durch Winterreparaturen - Winterchaos hinterlässt Milliarden-Schäden an Deutschlands maroden Straßen

Nach einem harten Winter mit wiederholten Stürmen, Schneefällen und extremen Minusgraden sind Deutschlands Straßen massiv beschädigt. Experten warnen, dass die Reparaturkosten in die Milliarden gehen könnten – dabei befanden sich viele kommunale Strecken bereits vor den jüngsten Wetterextremen in schlechtem Zustand. Der ADAC hat sich besorgt über die langfristigen Folgen für die Infrastruktur im ganzen Land geäußert.

Besonders problematisch war in diesem Winter das ständige Auf und Ab der Temperaturen um den Gefrierpunkt. Im Gegensatz zu anhaltenden Kälteperioden schwächen häufiges Tauwetter und erneutes Gefrieren die Fahrbahnoberflächen, sodass Risse und Schlaglöcher entstehen. Regen- und Schmelzwasser dringen in diese Spalten ein, dehnen sich bei sinkenden Temperaturen aus und sprengen den Asphalt auf.

Eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 2023 schätzte die Kosten für die Sanierung der kommunalen Straßen auf rund 283 Milliarden Euro. Durch die neuesten Schäden dürften die Ausgaben weiter steigen – vor allem bei den innerstädtischen und ländlichen Verkehrswegen, von denen bereits ein Drittel vor dem Winter in schlechtem Zustand war. Selbst provisorische Lösungen wie Kaltasphalt-Flickstellen können pro Schlagloch bis zu 200 Euro kosten.

Trotz der wachsenden Probleme gibt es keine aktuellen Daten dazu, wie viele Kommunen über offizielle Notfallpläne für Straßeninstandsetzungen verfügen. Der ADAC betont, dass ohne eine systematische Wartungsstrategie nachhaltige Reparaturen und Qualitätskontrollen nur schwer umsetzbar seien.

Die Schäden dieses Winters werden voraussichtlich die der Vorjahre übertreffen, wobei die Kosten potenziell in den Milliardenbereich steigen könnten. Viele Straßen waren bereits vor den jüngsten Wetterkapriolen geschwächt, und die wiederholten Frostperioden haben die Lage weiter verschärft. Ohne abgestimmte Maßnahmen wird die finanzielle und strukturelle Belastung für die Kommunen weiter wachsen.