18 February 2026, 22:52

WTO drängt auf dringende Handelsreformen vor Kamerun-Konferenz

Eine Liniendiagramm mit der Bezeichnung "U.S. Trade in Goods with China", das die Ein- und Ausfuhren über die Zeit zeigt, mit Jahren auf der x-Achse und Handelsmengen auf der y-Achse, unterteilt in farbige Abschnitte.

WTO drängt auf dringende Handelsreformen vor Kamerun-Konferenz

Die Welthandelsorganisation (WTO) drängt auf Reformen, um ein stabileres und berechenbareres globales Handelssystem zu schaffen. Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala betonte diese Bestrebungen in einer Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zwar räumte sie anhaltende Spannungen ein, doch unterstrich sie die Notwendigkeit einer engeren internationalen Zusammenarbeit bei Handelsregeln.

Okonjo-Iweala bezeichnete das aktuelle globale Handelsgefüge als widerstandsfähig, aber dringend reformbedürftig. Sie verwies auf strukturelle Schwächen, die das System anfällig für Konflikte und Instabilität gemacht hätten. Zwar äußerte sie sich nicht explizit zu bestimmten US-Handelspolitikansätzen, erkannte jedoch an, dass es Meinungsverschiedenheiten über Maßnahmen wie die 2018 vom damaligen Präsidenten Donald Trump verhängten Zölle gibt. Diese Importabgaben in Höhe von 10 bis 41 Prozent auf Waren aus mehreren Ländern werden weiterhin vom Obersten Gerichtshof der USA rechtlich geprüft.

Vom 26. bis 29. März findet in Kamerun eine wichtige WTO-Ministerkonferenz statt, auf der die Mitgliedstaaten über weitere Reformschritte beraten werden. Berichten zufolge könnten Änderungen im Agrarsektor auf der Tagesordnung stehen, auch wenn bisher keine konkreten Vorschläge veröffentlicht wurden. Okonjo-Iwealas Äußerungen erfolgen im Vorfeld dieses Treffens und deuten auf den Willen hin, das Vertrauen in multilaterale Handelsverhandlungen wiederherzustellen.

Die anstehende Konferenz in Kamerun wird zeigen, ob die WTO-Mitglieder sich auf greifbare Reformen einigen können. Okonjo-Iwealas Appell zur besseren Abstimmung spiegelt die wachsenden Sorgen über eine Zersplitterung des Welthandels und rechtliche Unsicherheiten wider. Das Ergebnis könnte maßgeblich prägen, wie der globale Handel in den kommenden Jahren funktioniert.