Siemens Energy kämpft sich nach holprigem Börsenstart zurück in die Gewinnzone
Philipp KochSiemens Energy kämpft sich nach holprigem Börsenstart zurück in die Gewinnzone
Siemens Energy hatte einen holprigen Start als eigenständiges Unternehmen. Der Konzern, der weltweit rund 91.000 Mitarbeiter beschäftigt, ging Ende 2020 an die Börse, sah sich aber schnell mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten kehrte das Unternehmen Anfang 2021 in die Gewinnzone zurück und trieb gleichzeitig umfassende Umstrukturierungspläne voran.
Am 28. September 2020 startete Siemens Energy mit dem Handel an der Frankfurter Börse. Das Unternehmen war als Ausgliederung aus dem Siemens-Konzern entstanden und machte damit seine ersten Schritte als eigenständiges Unternehmen. Doch der Aktienkurs gab zunächst nach – bedingt durch hohe Abschreibungen und Umstrukturierungskosten.
Bereits im Februar 2021, weniger als sechs Monate nach dem Börsengang, meldete Siemens Energy die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Dennoch blieben die Herausforderungen bestehen, insbesondere bei der spanischen Windkrafttochter Siemens Gamesa. Rückschläge bei Projekten im dritten Quartal belasteten die Gesamtperformance. Anfang 2021 kündigte das Unternehmen an, weltweit 7.800 Stellen abzubauen, wobei viele der Kürzungen die deutsche Belegschaft trafen. Ziel der Maßnahme war es, die Abläufe zu verschlanken und die langfristige Profitabilität zu steigern. Zudem setzte Siemens Energy auf Wasserstoff als mögliches Wachstumsfeld, räumte aber ein, dass der Erfolg Zeit brauchen werde. Im letzten Geschäftsjahr verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von etwa 27,5 Milliarden Euro. Mit 26.000 der 91.000 Mitarbeiter in Deutschland spiegeln die Umstrukturierungsbemühungen den Willen wider, die Zukunft des Unternehmens langfristig abzusichern.
Siemens Energy passt seine Geschäfte weiterhin an, nachdem der Markteintritt schwieriger verlaufen war als erhofft. Stellenabbau und Sparmaßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, um die Effizienz und die finanzielle Stabilität zu verbessern. Die Fokussierung auf Wasserstoff und erneuerbare Energien könnte die Ausrichtung des Unternehmens in den kommenden Jahren prägen.






