Siemens holt Milliardenauftrag in Vietnam – doch US-Drohungen drücken die Aktie
Finn HerrmannSiemens holt Milliardenauftrag in Vietnam – doch US-Drohungen drücken die Aktie
Siemens-Aktie: US-Drohung trübt Erfolg ein
Zusammenfassung Siemens sichert sich einen bedeutenden Schienenverkehrsauftrag in Vietnam – doch die Aktie des Konzerns gibt nach, nachdem die US-Regierung explizit mit Strafzöllen gegen das Unternehmen gedroht hat.
München, 18. Dezember 2025
Die Siemens Mobility hat einen Großauftrag für die Lieferung von Hochgeschwindigkeitszügen nach Vietnam erhalten. Der Deal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen in den USA mit möglichen Handelskonflikten konfrontiert ist: Am Dienstag verlor die Aktie zeitweise über 2 % an Wert.
Die vietnamesische Regierung entschied sich für Siemens als Zulieferer der Velaro-Novo-Züge und setzte sich damit gegen starke Konkurrenz chinesischer Hersteller durch. Der Vertrag umfasst zwei Strecken mit einer Gesamtlänge von 175 Kilometern sowie den Ausbau der vollständigen Schieneninfrastruktur.
Unterdessen fiel der Siemens-Aktienkurs im Nachmittagshandel auf 234,45 Euro, nachdem Berichte über mögliche neue US-Zölle oder Handelsbeschränkungen bekannt wurden. Zwar wurden keine konkreten Regierungsvertreter namentlich genannt, doch die Andeutungen deuteten klar auf die US-Regierung als Ursprung der Drohung hin. Die USA zählen zu den wichtigsten und umsatzstärksten Märkten für Siemens.
Der Vietnam-Deal stellt einen bedeutenden Erfolg für Siemens Mobility dar und festigt die Position des Unternehmens auf dem asiatischen Schienenverkehrsmarkt. Gleichzeitig steht der Konzern nun vor Unsicherheiten in den USA, wo mögliche Strafzölle die Geschäftsaktivitäten und die finanzielle Performance belasten könnten.






